Ich habe schon seit längerer Zeit keinen Blogeintrag mehr veröffentlicht. Das liegt daran, dass ich nach The Cruel Prince in eine tiefe Leseblockade geraten bin. Egal, wie sehr ich versucht habe, ein Buch durchzulesen, habe ich es einfach nicht geschafft. Dies tritt bei mir vor allem dann auf, wenn ich eine Buchreihe sehr schnell durchlese oder sie so gut war, dass ich mich kaum dazu überwinden kann, eine andere anzufangen. Daher wollte ich heute über eine Buchreihe sprechen, die ich schon vor längerer Zeit gelesen habe, die aber immer noch einen speziellen Platz in meinem Bücherregal hat: Die Bestimmung von Veronica Roth.

Die Bestimmung ist ein Science-Fiction-Buch über Beatrice Prior, die in einer Welt lebt, in der die Gesellschaft in fünf verschiedene Fraktionen unterteilt ist. Es gibt die Altruan, sie sind für ihre Selbstlosigkeit bekannt und regieren die Stadt, die Ferox, die furchtlos sind und für Sicherheit und Schutz zuständig sind, sowie die Ken, die wissend und häufig in der Forschung tätig sind, die Candor, die immer die Wahrheit sagen und für Gerechtigkeit stehen und die Amite, die friedfertig sind und die Landwirtschaft betreiben. Beatrice Prior stammt von den Altruan ab, doch sie muss bei einem Eignungstest an ihrer Schule teilnehmen, der ihr bekanntgibt, welche Fraktion am besten zu ihr passt. Doch bei dem Test bekommt sie gleich mehrere Fraktionen auf einmal als Ergebnis, was sie zur sogenannten „Unbestimmten“ macht. Eine Unbestimmte zu sein ist lebensgefährlich, da man sich als diese nicht manipulieren lassen kann und somit auch von den Personen in Führungsposition als Bedrohung angesehen wird. Trotz ihres Ergebnisses schließt sie sich den Ferox an und muss sich einer Initiation unterziehen, die unglaublich anstrengend ist. Ihr Ziel ist dabei, nicht als „Unbestimmte“ aufzufallen. Doch mit der Zeit fällt es ihr immer schwerer.
Diese Buchreihe war unglaublich spannend. Besonders mochte ich den Schreibstil der Autorin, denn Veronica ist unglaublich wortgewandt und hat die Geschichte so verfasst, dass man immer weiter lesen wollte. Doch das Ende war das, was mich wirklich von dieser Buchreihe überzeugte. Man hat es nicht kommen sehen. Ich habe das Gefühl, dass viele Autor:innen heutzutage keine tragischen Enden in ihre Bücher einbinden wollen, wobei es doch genau die Art von Enden sind, mit denen man am wenigsten rechnet.
Außerdem bekam ich bei jeder Herausforderung, die Beatrice bewältigen musste, Gänsehaut, da ich mir die Situationen durch Veronicas Schreibstil unglaublich gut vorstellen konnte und es sich teilweise auch um einige meiner Ängste handelte, die sich Beatrice stellen musste.
Jedoch war ich sehr überrascht darüber, dass das Ende im Film sich total von dem im Buch unterscheidet. Ich habe mich bei der Verfilmung mental die ganze Zeit auf ein trauriges Ende eingestellt, was aber überhaupt nicht zutraf. Jedoch waren die Kino-Adaptionen dennoch ziemlich gut gemacht und stimmten größtenteils mit dem Verlauf des Buches überein. Auch die Protagonisten waren gut gewählt, was bei Verfilmungen oft nicht der Fall ist.
Zusammenfassend kann ich euch ans Herz legen, dass es sich wirklich lohnt, diese Reihe zu lesen. Wenn man vielleicht noch nie ein Science-Fiction Buch gelesen hat, dann wäre diese Reihe vielleicht etwas zu intensiv für den Start, doch stattdessen könnte man es ja auch mit dem Film probieren.


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